Linke Politiker sagen: „wir wollen mehr Gerechtigkeit.“ „Nein“ sagen die Besitzstände. Reformen sollen zwischen Politik und Mathematik vermitteln. Z.B. Steuerentlastung, um die Wirtschaft anzukurbeln“. Reicht das? Moritz Schularick, (IfW) Kiel, bewertet die aktuell beschlossene Steuer-Reform: „Baby Schritte – kleiner als das kleinere Paket“. Kluge Bürger fragen: Ist es Ziel Gegensätze zu kultivieren – oder sie zum Nutzen einer Neuorientierung zu überwinden? Muss sich heute nicht eine Politik entwickeln, die größer ist als Parteiprogramme?
Gesellschaft
Europa hat seine Schwäche erfolgreich gepflegt – denn Europa hat Macht dem Konsens geopfert. Es lobt Vielfalt und erntet Handlungsunfähigkeit. Das EU-Einstimmigkeits-Prinzip lähmt Entscheidungen, hat grosses Erpressungspotenzial und schwächt die Macht zur Durchsetzung der EU-Interessen. Macht ist die Ordnung des Athener Aristokraten Thukydides. Seine Erkenntnis: „Die Starken tun, was sie können, und die Schwachen erleiden, was sie müssen“. Wes Opfer wollen wir sein, A) des eigenen Nicht-Tuns oder B) der autokratischen Gegner?
Gehört es zur Wahrheit, dass wir, die EU, der 15-Prozent-Zollforderung von Trump nichts entgegensetzen konnten? Die transatlantische Zoll-Asymmetrie hat die alte preußische Erzählung vom „Koch und Kellner“ wiederbelebt. Wie sehr sich die EU in ihrer Zerstrittenheit zum Kellner heruntergewirtschaftet hat, zeigt sich machtpolitisch wie technologisch am Beispiel der Automobilindustrie. Es braucht die Silicon Valley Start-up-Kultur des „Fail fast-Prinzips“. Wir brauchen weniger Metallarbeiter, sondern IT-Leistungsträger mit dem „Unternehmer-Gen“.
Betreute Trauerarbeit: Weihnachts- und Neujahrsansprachen 2024
„Ein Lichtzeichen, das uns Hoffnung gibt“, sagte der Reichskanzler Wilhelm Marx 1923 anlässlich der ersten Radio-Weihnachtsansprache. Ein Medium mit froher Botschaft in Lichtgeschwindigkeit. Das war Innovation und Zukunftserfahrung zugleich! Heute wirken Weihnachts- und Neujahrsansprachen feierlich sedierend und ziemlich inspirationslos. Wieso kann heute dieses Hochamt der deutschen Medien das Volk nicht mehr elektrisieren, z.B. wie das erlösende Tor zur Weltmeisterschaft?
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Die Merkel-Jahre hinterlassen ihre Brems-Spuren und die Ampel als „Fortschritts-Koalition“ findet keine Einigkeit. Wir sehen ein sinkendes Bruttosozialprodukt und sinkenden Wohlstand. Hmm, jetzt wieder die Rolle rückwärts in frühere Verhältnisse mit vielen Arbeitslosen? Das gab’s doch schon einmal! Es ist interessant, ausgehend von Bertolt Brechts „Drei Groschen Oper – Zuerst das Fressen – dann die Moral“ die heutigen Parteien zu vergleichen. Frage: Welche Leitidee kann uns aus der Krise führen und den Rückstand aufholen??
Haben Sie schon Glücksgefühle? Ich empfehle: ja, denn das ist der Weg zur Erfüllung unserer Ziele. Stellen Sie sich vor, wie wir gemeinsam die Wirtschaft auf Innovations-Kurs bringen, um unsere Lebensqualität zu erhöhen. Dazu hat Bundespräsident Herzog die Ruck-Rede gehalten und Gerhard Schröder hat als Bundeskanzler treffend formuliert: „Fordern und Fördern“. Lasst uns diese Impulse nutzen, gesellschaftliche Standards aktualisieren. Hier ein Vorschlag: