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Autor und Blog

Kay Wiedemann 1958, Aufnahme Franz Lazi
Kay Wiedemann 1958, Aufnahme Franz Lazi, Stuttgart

Denk-Blog zum Zeitgeschehen von Kay Wiedemann.

Welche Themen? Politik, Gesellschaft und Geschichte.

Kay Wiedemann schreibt den By-the-way-Blog, um Ereignisse aus seiner persönlichen Perspektive zu erfassen, Komplikationen zu erkennen und mögliche Lösungen zu durchdenken. Es ist eine Reise auf der Suche nach Orientierung – letztlich der Versuch, sich ein eigenes Bild von der Welt zu machen.  Verstehen Sie sich deshalb als lesender Gast – mit dem ausdrücklichen Recht auf uneingeschränkte Kritik.

Kay Wiedemann blickt auf Deutschland mit Sorge, aber auch mit Wohlwollen. Im Zentrum seiner Überlegungen steht eine Frage: Mit welcher Idee will ein Land, das nach Fortschritt dürstet, künftig in der Welt bestehen und wachsen? Die erste Chance liegt im Denken selbst: Zukunft beginnt mit einer Idee. Und gemeinsame Ideen können Zusammenhalt stiften.

Ein Denk-Blog zum Zeitgeschehen.

Kay Wiedemann schreibt weder als Politikwissenschaftler noch als Volkswirt oder Historiker. Er schreibt als Kommunikationsstratege, der über Jahrzehnte gelernt hat, aus einer Fülle von Informationen den leitenden Gedanken herauszuarbeiten. Seine Texte sind keine fertigen Lehrsätze. Es sind Gedanken auf dem Weg – und Einladungen zum Mitdenken.

Was ein Denk-Blog leisten kann.

Ein Denk-Blog will beim Leser einen Gedanken auslösen, der über die Lektüre hinauswirkt. Vielleicht denkt er: Da ist etwas dran. Diesen Gedanken nehme ich mit. Begegnet ihm derselbe Gedanke später in einem anderen Zusammenhang wieder, gewinnt er an Bedeutung. Aus einer ersten Anregung kann eine neue Sichtweise entstehen.

Solche Gedanken finden sich beispielsweise in Sätzen wie:

Europa braucht eine Erzählung.
Die Kirche ist Gastgeberin der Neugier.
Politik muss der Mathematik folgen.
Verantwortung ist das Wasser der Leistung.

Warum „by the way“?

Der Denk-Blog heißt *by the way* – „übrigens“ oder „nebenbei bemerkt“.

Der Titel beschreibt seine Methode: Ein aktuelles Ereignis wird aufgegriffen, aber nicht um seiner selbst willen. Es dient als Ausgangspunkt für die Frage, welche langfristigen Folgen, Zusammenhänge oder Möglichkeiten darin sichtbar werden. Das Ereignis ist die Startrampe. Der eigentliche Gegenstand ist der Gedanke, der daraus entsteht. by the way will deshalb keine fertigen Antworten liefern. Der Blog möchte Zusammenhänge freilegen, Fragen zuspitzen und Orientierung anbieten.

Der rote Faden.

Die Beiträge behandeln unterschiedliche Themen, folgen aber einem wiedererkennbaren Anliegen:

Der Blog sucht nach Zielen, die eine Gesellschaft verbinden können.
Er entdeckt Zusammenhänge jenseits der Schlagzeilen.
Er fragt nach Verantwortung, nicht zuerst nach Schuld.
Er versucht, Gegensätze auf eine höhere, gemeinsame Ebene zu heben.

Im Kern geht es immer um dieselbe Frage:
Welches gemeinsame Ziel kann einer Gemeinschaft Richtung geben?

Vom Kommentar zum Denk-Blog.

Ein klassischer politischer Kommentar bewertet ein Ereignis. Er ordnet ein, kritisiert oder verteidigt Entscheidungen, Parteien und Personen. Ein Denk-Blog beginnt dagegen nicht mit einer Ideologie, sondern mit einer Beobachtung. Aus der Beobachtung entwickelt er einen Zusammenhang – und aus diesem Zusammenhang einen übergeordneten Gedanken.

Er fragt deshalb weniger:
Was ist passiert?

Sondern vielmehr: Warum ist es passiert? Welcher größere Zusammenhang wird darin sichtbar? Und welche Richtung könnte sich daraus ergeben?
Europa, Kirche, Wirtschaft, Politik, Fortschritt und Kommunikation erscheinen dabei nicht als voneinander getrennte Themen. Sie sind unterschiedliche Ausdrucksformen derselben Suche nach Orientierung.

Beispiele dafür sind:
Europa und die Notwendigkeit einer verbindenden Erzählung: „Europe. Because You Matter.“
Die Kirche als „Gastgeberin der Neugier“
Gemeinsame politische Ziele, die größer sind als Einzelinteressen
die Mathematik als Grenze politischer Versprechen
Verantwortung als „Wasser der Leistung“

Der Anspruch.

Jeder Beitrag soll dadurch gewinnen, dass er dem Leser nicht nur eine Meinung, sondern eine Richtung anbietet. Deutschland braucht beispielsweise nicht ständig neue Versprechen, sondern wenige gemeinsame Prioritäten für das kommende Jahrzehnt. Erst wenn Einigkeit über die Ziele besteht, kann die Mathematik wieder zur Verbündeten der Politik werden.

Natürlich bleibt am Ende jeder Analyse die berechtigte Frage:

Was folgt daraus? Ein einzelner Text kann kein vollständiges politisches Programm liefern. Er kann aber helfen, die richtigen Fragen zu stellen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und eine mögliche Richtung zu erkennen.

Der Denk-Blog erhebt keinen Anspruch darauf, recht zu haben. Er ist Ausdruck des Wunsches, Orientierung zu finden – und dem Leser einen Kompass für das eigene Weiterdenken anzubieten.

Der eigentliche Wert.

Politik produziert viele kurzfristige Maßnahmen, aber nur selten ein gemeinsames Bild der Zukunft. Doch eine Gesellschaft wird nicht durch die Summe ihrer Probleme zusammengehalten. Sie findet zusammen durch ein Ziel, das ihre Mitglieder gemeinsam erreichen wollen.

Bei der Formulierung solcher Ziele und bei ihrer Umsetzung ist noch viel Luft nach oben.
by the way möchte deshalb das Denken nach vorn anregen.

Die Beiträge beschreiben nicht den fertigen Weg.
Aber sie suchen nach der Richtung für eine prosperierende Zukunft.