Zum Inhalt springen

Das grosse Versprechen: Nuclear Fusion, Öl-befreit!

    Auf Schloss Elmau wird die globale Ordnung neu vermessen berichtet NZZ. Der US Historiker Walter Russell Mead im Interview: Welche Rolle kann Europa in einer Welt spielen, die von China und den USA geprägt wird? .… Europäische Umständlichkeit wird zunehmend erdrückend. Die Konsequenz: 50.000 VW Mitarbeiter müssen bis 2030 gehen. Mini-Atomkraftwerke sind der falsche Weg. Richtig ist Nuclear Fusion jetzt zum Laufen zu bringen. Deutschland und Europa müssen mit Budgets priorisieren. Verstehen wir was auf dem Spiel steht?

    Fusions-Energie ist die Grundlage der zukünftigen Industrie, Digitalisierung und Verteidigungsfähigkeit, naturschonendes Projekt und der Traum von Greta Thunberg. Die Entwicklung des Fusionsreaktors ist keine Fachfrage sondern der Dreh und Angelpunkt unserer Zukunft.
    Greta in Freude: Fusions-Energie, als saubere Grundlage der zukünftigen Industrie, Digitalisierung und Verteidigungsfähigkeit. Die Entwicklung des Fusions-Reaktors ist keine Testphase, sondern der Dreh- und Angelpunkt unserer Zukunft.

    Das schlafwandlerische Europa lebt in einer Welt exponentieller Geschwindigkeit technologischer Durchbrüche. Europa hingegen wirkt wie ein politischer Raum des Verwaltens. In einer Epoche beschleunigter Machtpolitik wird diese Langsamkeit selbst zum  strategischen Risiko. Europa muss daher entscheiden, ob es vor allem seine Gegenwart verwalten oder seine Zukunft gestalten will.

    Europas politisches Denken ist stark von sozialen Kategorien geprägt – von Umverteilung. Doch im technologischen Wettbewerbs wird diese Priorität großartigen Selbstbetrug. Dieser ist geglückt im deutschen Bundeshaushalt 2026: Mehr als ein Drittel, ca. 190 Milliarden Euro fließen jährlich in den Bereich „Arbeit und Soziales“. Demgegenüber sind Infrastrukturprojekte symbolische Investitionen mit 1,4 Milliarden € z.B. für das Fusions-Großexperiment Wendelstein 7-X – weltweit der größte Stellarator-Reaktor zur Schaffung von immerwährender Energie-Ressourcen … Dazu braucht es Finanzressourcen!

    Bewusste Fehl-Allokation von Steuergeld

    Nuklear Fusion ist keine gewöhnliche Forschung sie ist Infrastruktur. Es ist mögliche Energiegrundlage unserer zukünftigen Zivilisation.
    Damit wird die Entwicklung letztlich zu einer Frage politischer Prioritäten und mit finanzieller Allokation. Für ein Projekt, das die energetischen Grundlagen moderner Industriegesellschaften verändern könnte, stehen Mittel bereit, die im deutschen Sozialetat innerhalb weniger Tage ausgegeben werden.
    Der Philosoph Herbert Marcuse bemerkte einst, Komfort sichert politische Ruhe. Doch Stabilität hat ihren Preis: Sie verschiebt Prioritäten von langfristiger strategischer Investition hin zur kurzfristigen Befriedung des Wählers.

    Perspektivlosigkeit oder Debilität?

    Europa verarmt nicht aus Mangel an Wissen. Es verarmt, weil seine Politik keinen Mut Mut hat, die Notwendigkeiten der Zukunft gegenüber den Wählen zu vertreten. Gemessen an den strategischen Investitionen der USA und Chinas vermittelt der deutsche Haushalt im günstigsten Fall ist es Perspektivlosigkeit. Im ungünstigeren: Debilität.

    Wer Zukunftsaufgaben nicht finanziert, führt seine Wähler nicht in Sicherheit, sondern in die sichere Verarmung. Beispiel: VW, das an sozialer Fürsorge erstickt ist. Darum ist eine Politik nur sozial, wenn sie Zukunft durch Rahmenbedingungen initiiert und spätestens heute entscheidende Finanzmittel zur Forschung setzt. Was in der heutigen Welt nicht gelungen ist, ist sicher der vorauseilenden Fantasie möglich.

    Gesetzt den Fall: Deutschland hätte die Nuclear Fusion im Griff

    Deutschland könnte als erstes Land dauerhaft und wirtschaftlich tragfähig Strom aus Kernfusion erzeugen. Das wäre nicht nur ein technologischer Durchbruch, sondern der Beginn eines neuen Zeitalters – einer weitgehenden Befreiung von Öl, Uran und Gas. Energieexportierende Staaten würden einen Teil ihres Einflusses verlieren. Es könnte eine Friedenspolitik werden, denn viele der heutigen weltpolitischen Konfliktlinien versaufen entlang der Energie- und Ressourcenströhme.

    Der strategische Hebel:
    Energie würde sich von der Geologie der Rohstoffvorkommen trennen und zur heimischen Technologie-Erzeugung verlagern. Mit der sinkenden Bedeutung fossiler Vorkommen nähme auch die geopolitische Erpressbarkeit ab. Das Machtzentrum der Energiepolitik würde sich von Förderstaaten, wie z.B. Iran und Russland hin zu Staaten mit technologischer Zukunft verlagern. Europa könnte energieautark – Stromexporteur, Technologielieferant und Normensetzer zugleich werden.

    Der wirtschaftliche Gewinn:
    Für importabhängige Regionen wie Europa wäre der wirtschaftliche Gewinn beträchtlich. Extrem günstige und nahezu unbegrenzte Energie würde industrielle Produktionskosten deutlich senken. Wasserstoff ließe sich in großem Maßstab erzeugen, Meerwasserentsalzung global ausweiten. Auch der rapide wachsende Energiebedarf von Rechenzentren und künstlicher Intelligenz verlöre seine heutigen Grenzen. Stahl, Zement und chemische Industrie könnten klimaneutral produziert werden.

    Der gesellschaftliche Gewinn:
    Auch gesellschaftlich hätte ein solcher Durchbruch erhebliche Folgen. Die Klimadebatte, die heute mit dem Thema Nachhaltigkeit moralisch geprägt ist, könnte sich stärker auf technologische Lösungen konzentrieren. Selbst Aktivisten wie Greta Thunberg würden ein bisschen lächeln: Anders als bei der Kernspaltung würde bei Nuclear Fusion nur ein Minimum an Strahlung und kein Endlagerproblem mehr entstehen.

    Die Rückerlangung des Selbstvertrauens:
    Weil es an kollektivem Selbstvertrauen fehlt, würde Nuklear Fusion die Rückerlangung des technologischen Selbstvertrauens bedeuten. Eine erfolgreiche Fusionsenergie könnte eine neue Dynamik von Innovation, Kapitalzufluss und wissenschaftlichem Ehrgeiz auslösen. Für Deutschland wäre dies mehr als ein wirtschaftlicher Erfolg: ein symbolischer Wandel vom oft verspotteten «Verwaltungsland» zu einem technologischen „Zukunftsland“.

    Gelingt der Durchbruch – die kontrollierte Verschmelzung von Deuterium und Tritium in einem „Druck-Donut“, würde auf Erden das „Feuer der Sterne“ auf Erden entstehen.

    Hallo Europa, hallo Berlin, hallo Entscheider

    Sehr geehrte Frau von der Leyen,
    sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
    sehr geehrte Mitglieder des Europäischen Rates und des Deutschen Bundestages,

    Prioritäten zu setzen ist heute entscheidend: Die Beherrschung der Kernfusion wird darüber entscheiden, welchen Platz unser Kontinent künftig in der Welt einnimmt. Gelingt es Europa, die Kernfusion zur industriellen Realität zu entwickeln, könnte unser Kontinent erstmals seit den wissenschaftlichen Durchbrüchen des frühen 20. Jahrhunderts – etwa durch Albert Einstein – wieder eine Technologie hervorbringen, die die Weltordnung durch Innovation prägt.

    Kern Fusion ist ein EU-Symbol für technologische Souveränität – Europa, muss ich entscheiden ob esim 21. Jahrhundert im Komfortmodus stehen bleibt, oder zur gestaltenden Macht wird.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert